Allgemeine Bedingungen

ANVR-KONSUMENTENBEDINGUNGEN

(REISE- UND BUCHUNGSBEDINGUNGEN)

EINLEITUNG Die untenstehenden ANVR Reise- und Buchungsbedingungen sind im Rahmen der SER Koordinationsgruppe Selbstregulierung in Zusammenarbeit mit dem niederländischen Verbraucherschutz (Consumentenbond) zustande gekommen und wurden zwischenzeitlich dort, wo nötig, überarbeitet/angepasst. Ab dem 1. Juli 2015 gelten die angepassten Artikel 21,1a (ANVR Reisebedingungen) und 9,1a (ANVR Buchungsbedingungen). Im Oktober 2015 wurde den ANVR Reisebedingungen Artikel 1.3 und den ANVR Buchungsbedingungen Artikel 1.5 hinzugefügt. Diese Bedingungen können Sie ebenfalls auf www.anvr.nl nachlesen.

Gelten die ANVR-Reisebedingungen oder die ANVR-Buchungsbedingungen?

Auf der Reservierungsbestätigung (Buchungsbestätigung oder Reisevertrag) wird angegeben, welche Bedingungen gelten: A: ANVR-Reisebedingungen oder B: ANVR-Buchungsbedingungen

Wenn Sie eine Pauschalreise bei einem ANVR-Reiseveranstalter buchen, gelten für den gesamten Prozess - von „Buchung der Reise" bis „nach der Reise" die ANVR- Reisebedingungen (A) . Auch wenn die Reiseagentur (Buchungsbüro) selbst, im eigenen Namen, eine zusammengestellte Reise von einem Reiseveranstalter organisiert und anbietet oder verkauft, der nicht in den Niederlanden ansässig ist, gelten die ANVR-Reisebedingungen (A).

Die ANVR-Buchungsbedingungen (B) gelten für alle anderen Formen der Dienstleistungen des Reiseveranstalters und / oder Reiseagentur (Buchungsbüro).

Wenn nicht klar angegeben ist, welche Bedingungen zutreffend sind, dann gelten die ANVR-Reisebedingungen (A).

Print Screen

Das "Online"-Angebot eines Reiseveranstalters kann sich schnell ändern. Es wird daher empfohlen, dass Sie bei der Buchung die Bildschirmanzeige ausdrucken (Print Screen), auf dem das Angebot des Reiseveranstalters steht, sodass später keine Zweideutigkeiten entstehen können.

Zusätzliche Klauseln

Reiseveranstalter (und / oder Reiseagentur und Reisende können zu diesen Bedingungen Ergänzungen vereinbaren. Diese Klauseln müssen schriftlich oder elektronisch aufgezeichnet werden und sind zur Stärkung der Position des Reisenden beabsichtigt. Die Klauseln können keine Rechte des Reisenden nach dem Gesetz und diesen allgemeinen Geschäftsbedingungen untergraben. Wenn die einzeln vereinbarten Klauseln im Streit stehen mit diesen Geschäftsbedingungen, gilt die für den Reisenden günstigste Bedingung. 2

A: ANVR-REISEBEDINGUNGEN 2015/2016

INHALT

EINLEITUNG

Artikel 1 Einleitende Bestimmungen

VOR DER BUCHUNG DER REISE

Artikel 2 Informationen des Reiseveranstalters

Artikel 3 Informationen durch den Reisenden

Artikel 4 Hauptpunkte

DASS BUCHEN EINER REISE (Inhalt und Buchung)

Artikel 5 Abschluss und Inhalt Vertrag

Artikel 6 Zahlung, Zinsen und Inkassokosten

Artikel 7 Reisesumme

PERIODE NACH BUCHUNG UND BIS ZUM ENDE DER REISE

Artikel 8 Änderungen Reisesumme

Artikel 9 Reisepapiere und notwendigen Reisedokumente der Reisenden

Artikel 10 Änderungen durch Reisenden

Artikel 11 Stellvertreter gebuchte Reise

Artikel 12 Stornierung durch den Reisenden

Artikel 13 Kündigung durch den Reiseveranstalter

Artikel 14 Änderungen durch den Reiseveranstalter

Artikel 15 Haftung und höhere Gewalt

Artikel 16 Hilfe und Beistand

Artikel 17 Ausschluss und Haftungsbeschränkung Reiseveranstalter

Artikel 18 Verpflichtungen des Reisenden

Artikel 19 Mangelrüge während der Reise

NACH DER REISE

Artikel 20 Mangelrüge nach der Reise

Artikel 21 Streitigkeiten

Artikel 22 Einhaltungsgarantie

EINLEITUNG

Artikel 1 Einleitende Bestimmungen

  1. In diesen Reisebedingungen wird verstanden unter:

Reiseveranstalter: Derjenige, der in Ausübung seines Unternehmens,

im eigenen Namen an Kunden oder Personengruppen eine zuvor organisierte Reise anbietet.

Reisende:

  1. Der Vertragspartner des Reiseveranstalters oder
  2. Die Person, für die die Reise bedingt wurde und die die Bedingungen anerkannt hat oder
  3. Die Person, der nach Artikel 11 dieser Bedingungen, das Rechtsverhältnis

mit dem Reiseveranstalter übertragen wurde.

Reisevertrag: Die Vereinbarung, in der der Reiseveranstalter sich gegenüber seinem Vertragspartner verpflichtet, die von ihm angebotene und zuvor organisierte Reise, 3

die eine Übernachtung oder einen Zeitraum von mehr als 24 Stunden umfasst, zu liefern,

sowie mindestens zwei der folgenden Dienstleistungen:

  1. Transport;
  2. Unterbringung;
  3. eine andere touristische Dienstleistung, die nicht mit Transport oder Unterbringung zusammenhängt und ein wesentlicher Teil der Reise ist.

Eigene Anreise: Reisen, wobei der Reisende nur die Ferienunterkunft bucht und

den Personentransport selbst organisiert.

Reiseagentur: das Unternehmen, das zwischen dem Reisenden und dem Reiseveranstalter zugunsten des Abschlusses des Reisevertrages vermittelt.

ArbeitstageDie Tage von Montag bis Samstag, außer den gesetzlich anerkannten Feiertagen.

Bürozeiten: Montag bis Freitag von 09.00-17.30 Uhr und Samstag von 10:00-

16.00 Uhr, mit Ausnahme der gesetzlich anerkannten Feiertage.

  1. Diese Reisebedingungen gelten für alle Reiseverträge. Der Reiseveranstalter kann bedingen, das diese Reisebedingungen auch für andere Verträge in Bezug auf Reisen gelten, wie eigene Anreise und Reisebus, wenn diese in der Publikation erwähnt werden.
  2. Der Reisende hat bezüglich der unter diesen ANVR Reisebedingungen abgeschlossenen Verträge kein Widerrufsrecht.
  3. Unter der Andeutung "Europa und die Mittelmeerländer" wird verstanden: der europäische Kontinent, einschließlich der spanischen (Kanarische) und portugiesischen (Madeira, Azoren) Inseln. Alle Länder in Asien und Afrika, die an das Mittelmeer grenzen.

VOR DER BUCHUNG DER REISE

Artikel 2 Informationen des Reiseveranstalters

  1. Spätestens bei Vertragsabschluss müssen durch oder im Namen des Reiseveranstalters allgemeine auf die niederländische Nationalität abgestimmte Informationen über Pässe, Visa und gesundheitliche Formalitäten dem Reisenden zur Verfügung gestellt werden. Der Reisende ist für den Erhalt aller erforderlichen zusätzlichen Informationen bei den Behörden und auch dafür, dass er in der Zeit bis zur Abfahrt prüfen muss, ob die zuvor erhaltenen Informationen sich nicht geändert haben, verantwortlich.
  2. Durch oder im Auftrag des Reiseveranstalters wird der Reisende über die Möglichkeit des Abschlusses einer Reiserücktrittsversicherung und Reiseversicherung informiert werden. Der Reiseveranstalter darf an den Abschluss eines Reisevertrages die Bedingung verbinden, dass der Reisende eine Reiseversicherung abschließt und kann den Nachweis einer solchen Versicherung verlangen. Der Reiseveranstalter führt solche Bedingungen deutlich in seinem Angebot auf.
  3. Der Reiseveranstalter ist nicht für die allgemeinen Informationen in Fotos, Broschüren, Anzeigen, Websites und anderen Medien verantwortlich, wenn diese von Dritten erstellt oder veröffentlicht wurden.
  4. Bei Flugreisen wird die Identität der ausführenden Luftfahrtgesellschaft, sobald diese beim Reiseveranstalter bekannt ist, mitgeteilt, wenn möglich bei Buchung und äußerlich bei der Bereitstellung der Reisedokumente.

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Artikel 3 Information durch den Reisenden

  1. Der Reisende stellt der Reiseagentur oder dem Reiseveranstalter spätestens beim Abschluss des Vertrags alle Informationen über sich selbst und die von ihm angemeldeten Reisenden, die von Interesse für den Abschluss oder die Durchführung des Vertrages sein könnten zur Verfügung. Dazu gehören, soweit vorhanden, Mobiltelefonnummern und E-Mail-Adressen.
  2. Der Reisende muss Informationen über die physische und psychische Verfassung des Reisenden (einschließlich der Verwendung von Alkohol, Drogen oder Medikamente), wenn der körperliche und / oder geistige Zustand zu Unwohlsein, Gefahr oder Risiko für den Reisenden oder andere Reisende (Passagiere und / oder Crew) oder Eigentum Dritter führen kann. Der Reisende ist sich davon bewusst, dass der Transporteur (zum Beispiel der Flugkapitän) ihm den Weitertransport verweigern kann, wenn die Informationen nicht korrekt angezeigt oder nicht angegeben wurden. Informationen müssen auch in Bezug auf eine eingeschränkte Beweglichkeit und die Notwendigkeit zur Begleitung von Minderjährigen und behinderten Reisenden, schwangeren Frauen, Kranken und anderen Mitreisenden zur Verfügung gestellt werden. Es ist dem Reisenden bekannt, dass der Transporteur sich das Recht bei bestimmten medizinischen Konditionen auf eine ärztliche Bescheinigung vorbehält und ohne eine solche Bescheinigung den (Weiter-)Transport verweigern kann.
  3. Des Weiteren teilt der Reisende Besonderheiten und Zusammenstellung der angemeldeten Gruppe der Reisenden mit, die für die ordnungsgemäße Durchführung der Reise des Reiseveranstalters relevant sind.
  4. Wenn der Reisende nicht alle Informationen geliefert hat und wenn dies dazu führt, dass der Reisende durch den Reiseveranstalter von (weiterer) Teilnahme an der Reise nach Artikel 18 Absatz 2 ausgeschlossen wird, dann kommen die Kosten nach diesem Artikel zu seinen Lasten.

Artikel 4 Individuelle Anforderungen des Reisenden

  1. Aus medizinischen Gründen können Abweichungen oder Ergänzungen zu der durch den Reiseveranstalter angebotenen Reise angefordert werden (medizinische Anforderungen). Der Reiseveranstalter wird sich offenkundig bemühen, den Anforderungen gerecht zu werden, es sei denn, dass es von ihm in aller Fairness nicht verlangt werden kann. Medizinische Anfragen bedürfen der ausdrücklichen schriftlichen Zustimmung des Reiseveranstalters.
  2. Der Reiseveranstalter hat im Falle einer medizinischen Anfrage das Recht pro Buchung einen angemessenen Betrag für die an die alternativen oder zusätzlichen Anforderungen verbundenen Organisationskosten, Kommunikationskosten und eventuelle durch die beteiligten Dienstleister in Rechnung gestellten Kosten, zu berechnen. Etwaige Kosten für notwendige medizinische Anforderungen können nur in Rechnung gestellt werden, wenn der Reisende und der Reiseveranstalter dies vereinbart haben.
  3. Eine Anfrage anders als aus medizinischen Gründen (andere Essenzen), wird vom Reiseveranstalter nur in Behandlung genommen, wenn sie eine realistische Chance auf Erfolg hat. In diesem Fall hat er das Recht, hierfür einen angemessenen Betrag für die mit der Anfrage verbundenen Organisationskosten, Kommunikationskosten und eventuelle durch die beteiligten Dienstleister in Rechnung gestellte Kosten, zu berechnen. Auch diese Anfragen bedürfen der ausdrücklichen schriftlichen Zustimmung des

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Reiseveranstalters.

  1. Die Höhe der in diesem Artikel genannten zusätzlichen Kosten muss im Angebot des Reiseveranstalters festgelegt sein.

DAS BUCHEN EINER REISE (Inhalt und Buchung)

Artikel 5 Zustandekommen und Inhalt des Vertrags

  1. Angebot und Akzeptanz
  2. Der Vertrag kommt durch die Akzeptanz des Angebots vom Reiseveranstalter durch den Reisenden, einschließlich der geltenden Bedingungen, zustande. Die Akzeptanz kann entweder direkt oder durch die Vermittlung einer Reiseagentur erfolgen. Nach dem Abschluss des Vertrages, erhält der Reisende so bald wie möglich schriftlich oder elektronisch eine Bestätigung, eventuell in Form einer Rechnung.
  3. Bei einer Online-Buchung richtet der Reiseveranstalter die Buchungsvorgänge so ein, dass der Reisende vor der Buchung darauf hingewiesen wird, dass er einen Vertrag für den die Bedingungen gelten, abschließt. Durch die Bestätigung der Buchung vom Reiseveranstalter ist der Reisende an den Vertrag gebunden.
  4. Widerrufung des Angebots

Das Angebot des Reiseveranstalters ist unverbindlich und kann, falls erforderlich, widerrufen werden. Widerruf wegen Korrektur von Fehlern bei der Berechnung der Reisesumme oder anderer Fehler ist erlaubt. Die Rücknahme muss so bald wie möglich, jedoch vor 16:00 Uhr am nächsten Arbeitstag (Reisen nach Europa und den Mittelmeerländern) beziehungsweise bis 12.00 Uhr des zweiten Arbeitstags (Reisen zu sonstigen Reisezielen) nach dem Tag des Vertragsabschlusses mit Angabe der Gründe, geschehen.

Der Reisende hat in diesem Fall recht auf die sofortige Rückzahlung aller gezahlten Gelder.

  1. Offensichtliche Fehler

Offensichtliche Fehler und offensichtlicher Irrtum binden den Reiseveranstalter nicht. Solche Irrtümer und Fehler sind Fehler und Irrtümer, die - aus der Sicht eines durchschnittlichen Reisenden - auf den ersten Blick als solche erkennbar sind oder sein müssten.

  1. Kündigung durch den Reiseveranstalter wegen mangelnder Beteiligung

Der Reiseveranstalter hat das Recht, mit sofortiger Wirkung die Buchung zu stornieren, wenn die Anzahl der Anmeldungen kleiner ist als die erforderliche Mindestanzahl. Er erwähnt klar den Stornierungstermin und die Mindestanzahl der Buchungen für das Angebot. Die Stornierung muss innerhalb der im Angebot genannten Frist schriftlich erfolgen. Artikel 13 und 15 gelten nicht.

  1. Buchender
  2. Die Person, die für einen Vertrag für oder im Namen einer anderen Person (der Buchende) eintritt, ist der Hauptverantwortliche für alle Verpflichtungen aus dem Vertrag.
  3. Jeder Kontakt (einschließlich des Zahlungsverkehrs) zwischen einerseits dem Reisenden und andererseits dem Reiseveranstalter und / oder Reiseagentur verlaufen ausschließlich über den Buchenden.

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  1. Die (anderen) Reisenden sind für ihren eigenen Anteil im Vertrag verantwortlich.
  2. Informationen und Vorbehalte in Veröffentlichung
  3. Wenn die vereinbarte Reise in einer Veröffentlichung des Reiseveranstalters enthalten ist, bilden die Informationen darin Teil der Vereinbarung.
  4. Wenn der Reiseveranstalter allgemeine Vorbehalte im allgemeinen Teil des Programms aufgenommen hat und diese im Widerspruch zu den Reisebedingungen sind, gelten für den Reisenden die günstigsten Bedingungen.
  5. Abfahrt- und Ankunftszeiten

Abfahrts- und Ankunftszeiten Ihrer Reise werden in den Reiseunterlagen aufgeführt. Diese Zeiten sind endgültig. Der Reiseveranstalter kann nur innerhalb angemessener Grenzen und nur wenn die Handhabung vernünftigerweise nicht von ihm erwartet werden kann, abweichen. In diesem Fall gelten Artikel 14 und 15 nicht.

  1. Abweichungen von Prozentsätzen in Artikeln 6 und 12

Der Reiseveranstalter kann von den in Artikeln 6 und 12 genannten Prozentsätzen abweichen, aber nur, wenn die anderen Prozentsätze zuvor in Publikationen veröffentlicht wurden und / oder das Angebot und die Position des Reisenden verstärken.

Dies gilt unbeschadet der erlaubten Ausnahmen, wie in Art. 6 Absatz 1 und Art. 12 Absatz 2 genannt.

Artikel 6 Zahlung, Zinsen und Inkassokosten

  1. a. Nach dem Abschluss des Vertrages muss eine Anzahlung von 15% der vereinbarten

Reisesumme erfolgen. Veranstalter von Kreuzfahrten, Linienfahrten, Rundreisen (einschließlich Wohnmobilvermietung), Abenteuerreisen, eigene Anreise,

in Bezug auf die Vermietung von Motorbooten oder Segelbooten, bzw. Reisen mit Besuch von Nationalparks inkl. "Themenparks" oder Besuche an kulturelle oder sportliche Veranstaltungen und Reisen außerhalb Europas und der Mittelmeerländer können hiervon abweichen. Darüber müssen sie den Reisenden vorher deutlich informieren.

  1. Im Falle der eigenen Anreise zu Hotels beträgt die Anzahlung 20%

der Reisesumme.

  1. Im Falle der eigenen Anreise zu Wohneinheiten wie Bungalows,

Ferienwohnungen, Mobilheime, Stellplätzen beträgt die Anzahlung 30%

der Reisesumme.

  1. Der verbleibende Betrag muss spätestens sechs Wochen vor Abreise (für eigene

Anreise spätestens sechs Wochen vor dem Ankunftsdatum in der ersten gebuchten Unterkunft) im Besitz des Reisebüros sein. Der Reisende ist in Verzug, wenn er nicht fristgerecht bezahlt. Wenn der Reisende nicht rechtzeitig bezahlt hat, sendet der Reiseveranstalter dem Reisenden eine kostenlose Zahlungserinnerung, wobei dem Reisenden eine erneute Frist von vierzehn Kalendertagen, in der er die Bezahlung nachträglich durchführen kann, gestellt wird. Wenn keine Zahlung erfolgt, wird der Vertrag an dem Tag, an dem die Zahlungsfrist abgelaufen ist, aufgelöst. Der Reiseveranstalter ist berechtigt, die zu zahlenden Stornierungskosten dem Reisenden in Rechnung zu stellen. In einem solchen Fall gelten die Bestimmungen von Artikel 12 und die Stornierungsgebühren werden bereits vom gezahlten Betrag abgezogen.

  1. Wenn der Vertrag innerhalb von 6 Wochen vor Reisebeginn abgeschlossen wird, ist die gesamte Reisesumme sofort fällig.

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  1. Der Reisende, der eine finanzielle Verpflichtung gegenüber dem Reiseveranstalter nicht erfüllt hat, ist über den ausstehenden Betrag gesetzliche Zinsen verschuldet. Er ist auch verpflichtet, die durch den Reiseveranstalter gemachten Inkassokosten zu zahlen. Diese betragen maximal: 15% der Reisesumme bis zu € 2.500,00; 10% über die nächsten € 2.500,00 und 5% über die nächsten 5.000,00 € mit einem Minimum von € 40,00. Der Reiseveranstalter kann zum Vorteil des Reisenden von den Beträgen und Prozentangaben abweichen.

Artikel 7 Reisesumme

  1. Die angegebenen Preise verstehen sich pro Person, wenn nicht anders aufgeführt. Dazu gehören die in der Publikation genannten Leistungen und Einrichtungen, in verschiedene Kostenpunkte spezifiziert oder nicht spezifiziert, einschließlich der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung unvermeidlichen zusätzlichen Kosten, die der Reisende für die angebotenen Leistungen bezahlen muss. Unter unvermeidlichen zusätzlichen Kosten werden Kosten, die untrennbar mit dem Service verbunden sind, verstanden. Darunter fallen nicht die Kosten der Zusatzleistungen, die auf Wunsch des Reisenden durch den Reiseveranstalter oder durch Dritte verliehen werden, sondern die Versicherungsprämien und Buchungsgebühren, die für die Buchung einer Reisegesellschaft gezahlt werden müssen, sie variieren je nach der Größe der Reisegruppe. Die Reservierungskosten können pro Verkaufsstelle unterschiedlich sein.
  2. Der angegebene Preis bezieht sich auf die Preise, Abgaben und Steuern, wie das dem Reiseveranstalter zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bekannt war.

ZEITRAUM NACH BUCHUNG UND BIS ZUM ENDE DER REISE

Artikel 8 Änderung Reisesumme

  1. Der Reiseveranstalter ist berechtigt bis zu 20 Kalendertage vor dem Tag der Abreise (für eigene Anreise vor Ankunft in der ersten gebuchten Unterkunft) eine Preiserhöhung durchzuführen, die im Zusammenhang mit der Änderung der Transportkosten (einschließlich der Kraftstoffkosten) Gebühren und Steuern stehen. Der Reiseveranstalter muss dabei vermelden, wie die Erhöhung berechnet wurde. Änderungen dieser Art werden auch zur Verringerung der Reisesumme führen, es sei denn, dass die damit verbundenen Kosten zu hoch sind, und deswegen nicht angemessener Weise vom Reiseveranstalter verlangt werden können. Der Reiseveranstalter wird dem Reisenden mitteilen, auf welche Weise die Verringerung berechnet wurde. Wenn die Reisesumme rechtzeitig vom Reisenden bezahlt wurde, ist die Frist, in der die Reisesumme nicht mehr erhöht werden darf, sechs Wochen statt 20 Kalendertage vor der Abreise.
  2. a. Ungeachtet der Bestimmungen von Absatz 1 wird der Reisveranstalter nach Abschluss des Reisevertrags die Reisesumme bei Charterflügen innerhalb Europas und den

Mittelmeerländern nicht ändern.

  1. Ungeachtet des unter Absatz 2a bestimmten und ausschließlich im Fall von unvorhersehbaren - Erhöhungen der verschuldeten Steuern oder Abgaben oder - extremem Anstieg der Transportportkosten kann der Reiseveranstalter bis zu 20 Kalendertagen vor dem Tag der Abreise die Reisesumme erhöhen. ANVR und der Verbraucherschutz stellen gemeinsam fest, ob eine solche Situation vorliegt. Sollte keine Einigung erreicht werden, wird in einer gemeinsamen Konsultation ein unabhängiger Dritter beauftragt, der eine für beide Parteien verbindliche Entscheidung trifft. 8

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  1. Der Reisende kann, im Falle einer angekündigten Preiserhöhung der Flugkosten bitten, ob er diese bereits an den Reiseveranstalter bezahlen darf, um den Preisanstieg zu verhindern. Wenn in diese Anfrage eingewilligt wird, diese Kosten vollständig bezahlt sind und das Ticket ausgestellt ist, gilt, dass der Reiseveranstalter die Flugkosten nicht mehr ändern darf. In diesen Fällen werden die Stornierungskosten in Artikel 12 mindestens mit den bezahlten Flugkosten erhöht.
  2. a. Der Reisende hat das Recht, die Preiserhöhung im Sinne von Absatz 1 und 2

abzulehnen. Er muss dieses Recht innerhalb von 3 Arbeitstagen nach Erhalt der Mitteilung der Preiserhöhung in Anspruch nehmen, andernfalls verfällt dieses Recht.

  1. Wenn der Reisende die Preiserhöhung ablehnt, hat der Reiseveranstalter das Recht, den Vertrag zu kündigen. Er muss innerhalb von 7 Tagen nach Erhalt der Mitteilung des Reisenden über die Preiserhöhung das Recht in Anspruch nehmen - sonst verfällt dieses Recht. Dann hat der Reisende das Recht, auf Remission oder sofortige Rückzahlung der bereits gezahlten Beträge. Artikel 13, 14 und 15 gelten nicht.

Artikel 9 Reisepapiere und notwendige Reisedokumente der Reisenden

  1. Der Reiseveranstalter stellt die erforderlichen Reisedokumente bis spätestens 10 Kalendertage vor dem Datum der Abreise zur Verfügung (für die eigene Anreise: vor der Ankunft in der ersten gebuchten Unterkunft), es sei denn, dass das vernünftigerweise nicht vom Reiseveranstalter verlangt werden kann.
  2. Wenn der Reisende spätestens 5 Arbeitstage vor der Abreise noch keine Reisedokumente erhalten hat, muss er dies sofort bei dem Reiseveranstalter oder Reisebüro melden.
  3. Wenn eine Reise innerhalb von 10 Kalendertagen vor dem Tag der Abreise gebucht wird (eigene Anreise: vor der Ankunft in der ersten gebuchten Unterkunft) teilt der Reiseveranstalter oder Reisebüro mit, wann und auf welche Weise die erforderlichen Reisedokumente in den Besitz des Reisenden kommen. Wenn der Reisende diese nicht entsprechend erhält, so muss er dies unverzüglich dem Reiseveranstalter oder dem Reisebüro mitteilen.
  4. Der Reisende ist dafür verantwortlich, dass er die erforderlichen Dokumente bei sich hat, einschließlich eines gültigen Reisepasses oder wo zulässig, einen Personalausweis und alle erforderlichen Visa, Nachweis der Impfungen, Führerschein und Grüne Karte dabei hat. Wenn der Reisende die Reise nicht (vollständig) aufgrund des Fehlens eines (gültigen) Dokuments machen kann, ist dieses und alle daraus resultierenden Folgen zu seinen Lasten, es sei denn, der Reiseveranstalter hat sich verpflichtet, das Dokument zu beschaffen und der Mangel kann ihm angerechnet werden oder wenn der Reiseveranstalter seiner Informationspflicht gemäß Artikel 2 Absatz 1 nicht nachgekommen ist.

Artikel 10 Änderungen durch den Reisenden

  1. Nach dem Abschluss des Vertrages kann der Reisende Änderung beantragen. Unter der Voraussetzung, dass der Reisende die veränderte Reisesumme abzüglich bereits geleisteter Zahlungen begleicht. Darüber hinaus muss er einen im Angebot angegebenen Betrag für die Änderungskosten pro Buchung und eventuelle Kommunikationskosten zahlen. Die Änderungsbeantragung wird so schnell wie möglich festgelegt werden. Bis zu 28 Kalendertagen vor der Abreise können, falls möglich, Änderungen durchgeführt werden. Sie müssen in diesem Fall schriftlich vom Reiseveranstalter bestätigt werden.

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  1. Ablehnung der vom Reisenden angeforderten Änderungen werden dem Reisenden mit Angabe von Gründen sofort vom Reiseveranstalter mitgeteilt. Der Reisende kann den ursprünglichen Vertrag beibehalten oder davon zurücktreten. Im letzteren Fall findet Artikel 12 Anwendung. In Ermangelung einer Antwort vom Reisenden auf die Ablehnung seines Antrags, wird der ursprüngliche Vertrag ausgeführt.
  2. Änderungen des Abreisedatums oder die Zahl der zahlenden Personen wird behandelt als (Teil-) Kündigung wofür Artikel 12 gilt. In diesem Fall sind keine Änderungs- oder Kommunikationskosten verschuldet.

Artikel 11 Stellvertreter für die gebuchte Reise

  1. Rechtzeitig zum Beginn der Reise kann der Reisende durch einen Stellvertreter ersetzt werden. Daher werden die folgenden Bedingungen gestellt:

- der Stellvertreter erfüllt alle Bedingungen, die dem Vertrag unterliegen und

- der Antrag wird innerhalb von 7 Kalendertagen vor der Abreise, oder rechtzeitig eingereicht, sodass die notwendigen Handlungen und Formalitäten durchgeführt werden können; und

- die Bedingungen der in der Ausführung beteiligten Dienstleister

stehen dem Wechsel der Personen nicht im Weg.

  1. Der Anmelder, der Reisende und der Stellvertreter sind gegenüber dem Reiseveranstalter für die Zahlung des noch offenen stehenden Teils der verschuldeten Reisesumme, die in Artikel 10 Absatz 1 gemeinten zusätzlichen Änderungen- und Kommunikationskosten und eventuellen extra Kosten im Zusammenhang mit der Vertretung verantwortlich.

Artikel 12 Stornierung durch den Reisenden

  1. Standard Stornierungskosten

Wenn ein Vertrag storniert wird, kann der Reiseveranstalter dem Reisenden neben den Buchungskosten die folgenden Stornierungsgebühren in Rechnung stellen: - Stornierung bis zum 42. Kalendertag (exklusiv) vor der Abreise: die Anzahlung;

- Bei Stornierung der Reise werden ab dem 42. Kalendertag (inklusive) und bis zum 28. Kalendertag (exklusive) vor Beginn der Reise die Anzahlung, und zusätzlich 35 % des restlichen Reisepreises in Rechnung gestellt. 

- Bei Stornierung der Reise werden ab dem 28. Kalendertag (inklusive) und bis zum 21. Kalendertag (exklusive) vor Beginn der Reise die Anzahlung, und zusätzlich 40 % des restlichen Reisepreises in Rechnung gestellt.

- Bei Stornierung der Reise werden ab dem 21. Kalendertag (inklusive) und bis zum 14. Kalendertag (exklusive) vor Beginn der Reise die Anzahlung, und zusätzlich  50 % des restlichen Reisepreises in Rechnung gestellt.

- Bei Stornierung der Reise werden ab dem 14. Kalendertag (inklusive) und bis zum 5. Kalendertag (exklusive) vor Beginn der Reise die Anzahlung, und zusätzlich  75 % des restlichen Reisepreises in Rechnung gestellt.

- Bei Stornierung der Reise werden ab dem 05. Kalendertag (inklusive) und bis zum Abreisetag (exklusive) der Reise die Anzahlung, und zusätzlich  90 % des restlichen Reisepreises in Rechnung gestellt.

Bei Stornierung der Reise am Abreisetag oder danach ist keine Erstattung des Reisepreises möglich.

  1. Abweichende Stornierungskosten
  2. Für eigene Anreise zu Wohneinheiten, wie Bungalows, Appartements, Wohnmobile und Campingstellplatzreservierungen, sind neben den zusätzlichen Reservierungskosten, die folgenden Stornierungskosten fällig:

- Stornierung bis zum 42. Kalendertag (exklusiv) vor der Abreise: die Anzahlung;

- Stornierung vom 42. Kalendertag (inklusiv) bis zum 28. Tag (exklusiv) vor der Abreise: 60% der Reisesumme;

- bei Stornierung ab dem 28. Kalendertag (inklusiv) bis zum Tag der Abreise: 90% der Reisesumme;

bei Stornierung am Tag der Abreise oder später die volle Reisesumme.

  1. Wenn eine Reise aus mehreren Teilen besteht, bei denen unterschiedliche 10

Stornobestimmungen gelten, sind für jedes Teil die spezifischen Bestimmungen gültig.

  1. Veranstalter von Kreuzfahrten, Linienreisediensten, Rundreisen (einschließlich Wohnmobilvermietung), Abenteuer-Reisen und Reisen

außerhalb von Europa und den Mittelmeerländern können von Absatz

  1. abweichen. Sie geben das vorher dem Reisenden bekannt.
  2. Wenn der Transport mit Liniendiensten durchgeführt wird oder Sonderleistungen

angeboten werden, wie Wohnmobil-Vermietung, Vermietung van Motorbooten oder Jachten, Autovermietung, Besuch an nationale Parks. "Themenparks" oder Besuche kultureller oder sportlicher Veranstaltungen können für den Transport oder spezielle Dienstleistungen andere Stornierungsbestimmungen gelten. Diese werden dem Reisenden vorher mitgeteilt.

  1. Teilstornierung.
  2. Wenn ein Passagier von einer Reisegruppe seinen Anteil an einem Vertrag über einen

gemeinsamen Aufenthalt in einem Hotel, Wohnung, Ferienhaus oder anderen

Unterkunft storniert, sind die Stornierungskosten verschuldet.

  1. Wenn die Größe der verbleibenden Gruppe in der Preistabelle dieser Unterkunft

auftritt, wird der Reiseveranstalter den verbleibenden Reisenden mit einer neuen

entsprechender Gruppengröße eine passende Änderung für den gleichen Zeitraum und dieselbe Unterkunft mitteilen.

  1. Für den in Absatz b bezeichnenden Reisenden wird die Reisesumme in Übereinstimmung mit der Preistabelle geändert.

Für die Zahlung der überarbeiteten Reisesumme gelten die normalen Zahlungsbedingungen von Artikel 6.

  1. Wenn das Änderungsangebot nicht möglich ist oder nicht akzeptiert wird,

wird der Vertrag für alle Reisenden storniert und für alle Reisenden sind die Stornogebühren zutreffend.

  1. Der Gesamtbetrag der Stornierungskosten und die geänderte Reisesumme wird die gesamte Reisesumme der ursprünglichen Reisenden nie überschreiten. Etwaige Überschüsse werden mit der neuen Reisesumme verrechnet.
  2. Weniger Schaden

Der Reisende, der die Reise storniert, wird die Stornierungskosten entsprechend den Bestimmungen der vorstehenden Absätze begleichen, es sei denn, er kann nachweisen, dass der Schaden für den Reiseveranstalter niedriger ist. In diesem Fall wird der Reiseveranstalter den geringeren Verlust in Rechnung stellen. Unter Schaden werden der Verlust und die entgangenen Gewinne verstanden.

  1. Keine Kosten durch Deckungsbegrenzung / auszahlungsmögliche Situation

Reisen in ein Gebiet, wofür durch den Dringlichkeitsausschuss des Reiseverbands (Calamiteitencommissie van het Calamiteitenfonds) eine Deckungsbegrenzung oder auszahlungsmögliche Situation ausgesprochen wurde, können kostenlos von den Reisenden ab 30 Kalendertagen vor der Abreise storniert oder, wenn möglich und gewünscht, umgebucht werden.

  1. Außerhalb der Bürozeiten

Stornierungen außerhalb der Bürozeiten gelten, als ob sie am folgenden Arbeitstag vorgenommen wurden.

  1. Substitution

Wenn keine Stornierung stattfindet, aber der Reisende sich für die Substitution entscheidet, so findet Artikel 11 Anwendung. 11

Artikel 13 Kündigung durch den Reiseveranstalter

  1. Der Reiseveranstalter hat das Recht, den Vertrag wegen schwerwiegender Umstände zu kündigen.
  2. Unter schwerwiegenden Umständen werden Umstände verstanden, die derart beschaffen sind, dass dem Reiseveranstalter eine weitere Vertragsverpflichtung nicht zugemutet werden kann.
  3. Ein wichtiger Umstand für den Reiseveranstalter liegt auf jeden Fall vor, wenn vor Abreisedatum für dieses Gebiet von der Calamiteitencommissie des Calamiteitenfonds eine Deckungsbegrenzung oder auszahlungsmögliche Situation festgestellt wurde.
  4. a. Wenn die Ursache der Stornierung dem Reisenden angerechnet werden kann, so sind die dadurch entstandenen Schäden durch den Reisenden zu tragen.
  5. Wenn die Ursache für die Stornierung dem Reiseveranstalter zugeordnet werden kann, übernimmt der Reiseveranstalter den dadurch gelittenen Schaden. Ob dies der Fall ist, wird auf der Grundlage von Artikel 15 bestimmt.
  6. Wenn die Ursache für die Stornierung weder dem Reisenden noch dem Reiseveranstalter zugeschrieben werden kann, trägt jede Partei ihren eigenen Schaden, so wie in Artikel 16 festgelegt.
  7. Wenn der Reiseveranstalter durch die Kündigung Geld spart, hat der Reisende für seinen Teil Recht auf den Betrag der Einsparungen.

Artikel 14 Änderungen durch den Reiseveranstalter

  1. a. Der Reiseveranstalter ist berechtigt, die vereinbarte Leistung aufgrund schwerwiegender Umstände zu ändern, wie näher in Artikel 13 Absatz 2 beschrieben. Änderungen teilt der Reiseveranstalter innerhalb 3 Kalendertagen dem Reisenden, nach dem ihm die Änderung bekannt wurde, mit. Ab 10 Kalendertagen vor der Abreise (bei eigener Anreise: vor dem Ankunftsdatum in der ersten gebuchten Unterkunft) teilt er dies innerhalb 1 Kalendertags mit.
  2. Wenn die Änderung einen oder mehrere wesentliche Punkte betrifft, kann der Reisende die Änderung ablehnen.
  3. Wenn die Änderung einen oder mehrere nicht wesentliche Punkte betrifft, kann der Reisende die Änderung nur ablehnen, wenn die Änderung ihm zum Nachteil von mehr als unerheblicher Bedeutung ist.
  4. Wenn der Reiseveranstalter durch die Änderung Geld spart, hat der Reisende für seinen Teil Recht auf den Betrag der Einsparungen.
  5. a. Im Falle einer Änderung bietet der Reiseveranstalter dem Reisenden, wenn möglich, eine Alternative an. Änderungen teilt der Reiseveranstalter innerhalb 3 Kalendertagen dem Reisenden, nach dem ihm die Änderung bekannt wurde, mit. Ab 10 Kalendertagen vor der Abreise (bei eigener Anfahrt: vor dem Ankunftsdatum in der ersten gebuchten Unterkunft) teilt er dies innerhalb 1 Kalendertags mit.
  6. Das alternative Angebot muss mindestens gleichwertig sein. Die Gleichwertigkeit der alternativen Unterbringung muss nach objektiven Kriterien beurteilt werden, und muss auf die folgenden Umstände, die offensichtlich aus dem Alternativangebot hervorgehen, bestimmt werden:

- Die Lage der Unterkunft an dem Bestimmungsort;

- Art und Klasse der Unterkunft;

- Die Einrichtungen, die die Unterkunft weiter bietet.

Bei der Bewertung muss Folgendes berücksichtigt werden: 12

- Die Zusammensetzung der Reisegesellschaft;

- Die an den Reiseveranstalter mitgeteilten und schriftlich von ihm bestätigten

Besonderheiten und Umstände des betroffenen Reisenden, die der Reisende als

wesentlich angegeben hat;

- Die durch den Reisenden geforderten Abweichungen des Programms oder Ergänzungen, womit der Reiseveranstalter sich schriftlich einverstanden erklärt hat.

  1. a. Der Reisende, der sein Recht nutzt, Änderungen oder ein alternatives Angebot nach

den vorstehenden Absätzen abzulehnen, muss es innerhalb von 3 Kalendertagen nach Erhalt der Mitteilung über die Änderung oder das Alternativangebot bekannt geben. Von 10 Tagen vor der Abreise gilt ein Termin von 1 Kalendertag.

  1. Wenn der Reisende die Änderungen oder das Alternativangebot ablehnt, hat der Reiseveranstalter das Recht, den Vertrag mit sofortiger Wirkung zu kündigen. Es muss dieses Recht innerhalb 3 Kalendertagen nach Eingang der Ablehnung durch den Reisenden in Anspruch genommen werden, andernfalls verfällt das Recht. Ab 10 Kalendertagen vor der Abreise (bei eigener Anreise: vor dem Ankunftsdatum bei der ersten gebuchten Unterkunft) gilt ein Termin von 1 Kalendertag.

Der Reisende ist in diesem Fall berechtigt, Erlass oder die Erstattung der Reisesumme (oder wenn die Reise bereits angetreten wurde, die Rückerstattung des entsprechenden Teils davon) innerhalb von 2 Wochen, unbeschadet etwaiger Schadensersatzansprüche gemäß Absatz 5 zu fordern.

  1. Wenn ein Zeitraum aus den Absätzen 1, 2 und 3 dieses Artikels an einem Sonntag oder gesetzlichen Feiertag der Niederlande endet, wird der Termin bis zum nächsten Arbeitstag 12.00 Uhr erweitert.
  2. a. Wenn die Ursache für die Änderung dem Reiseveranstalter zugeordnet werden kann, ist der daraus entstandene Schaden des Reisenden zu Lasten des Reiseveranstalters. Ob dies der Fall ist, wird auf der Grundlage von Artikel 15 bestimmt.
  3. Wenn die Ursache für die Änderung auf den Reisenden zurückzuführen ist, ist der daraus resultierende Schaden durch den Reisenden zu tragen.
  4. Wenn die Ursache für die Änderung weder dem Reisenden noch dem Reiseveranstalter zugeschrieben werden kann, trägt jede Partei ihren eigenen Schaden, so wie in Artikel 16 festgelegt.
  5. Wenn nach dem Beginn der vereinbarten Reise ein wichtiger Teil der Dienstleistungen, auf die sich der Vertrag bezieht, nicht gewährt werden kann, sorgt der Reiseveranstalter für geeignete alternative Regelungen im Hinblick auf die Fortsetzung der Reise. (Siehe für die Kosten dafür Artikel 16.)

Wenn solche Regelungen nicht möglich sind, bietet der Reiseveranstalter, dem Reisenden gegebenenfalls gleichwertigen Transport, der ihn zurückbringt an den Ort der Abfahrt oder an einen mit dem Reisenden vereinbarten Rückkehrort. (Siehe für die Kosten dafür Artikel 16)

  1. Der Reiseveranstalter ist vorbehaltlich der Bestimmungen von Artikel 18 Absatz 4, verpflichtet, den Reisenden über eine von ihm durchgeführte Änderung der Abfahrtszeiten zu informieren.

Diese Verpflichtung gilt hinsichtlich der Rückreise nicht für Reisende, die nur den Transport gebucht haben und / oder deren Unterkunftsadresse nicht bekannt ist.

Artikel 15 Haftung und höhere Gewalt

  1. Abweichend von den Bestimmungen in den Artikeln 13 und 14 ist der Reiseveranstalter verpflichtet, die Vereinbarung im Einklang mit den Erwartungen, die der Reisende auf der 13

Grundlage der Vereinbarung vernünftigerweise haben könnte, umzusetzen.

  1. Wenn die Reise nicht den in Absatz 1 genannten Erwartungen entspricht, ist der Reisende verpflichtet, dies so schnell wie möglich an die Beteiligten, wie in Artikel 19 Absatz 1 genannt, mitzuteilen.
  2. Wenn die Reise nicht den Erwartungen gemäß Absatz 1 entspricht, ist der Reiseveranstalter gemäß den Bestimmungen in Artikel 16, 17 und 18 verpflichtet, etwaigen Schaden dem Reisenden zu vergüten, es sei denn, dass die Mängel nicht dem Reiseveranstalter noch der Person, deren Unterstützung er für die Erfüllung des Vertrages beauftragt hat, zuzurechnen ist, weil:
  3. der Mangel, der bei der Erfüllung des Vertrages auf den Reisenden zurückzuführen ist; oder
  4. der Mangel, der bei der Erfüllung des Vertrages nicht vorhersehbar war oder nicht behoben werden konnte und einem Dritten, der nicht in der Erbringung der Dienstleistungen in der Reise beteiligt ist; anzurechnen; oder
  5. der Mangel, der bei Erfüllung des Vertrages aufgrund eines Ereignisses entstanden ist, dass der Reiseveranstalter oder die Person, deren Unterstützung er in der Ausführung des Auftrags nutzt, mit aller gebotenen Sorgfalt nicht vorherzusehen oder zu verhindern war.
  6. der Mangel bei der Erfüllung des Vertrages durch höhere Gewalt, wie in Absatz 5 dieses Artikels bezeichnet, entstanden ist.
  7. Wenn eine Kreuzfahrt Bestandteil des Vertrages ist und der Reisende nicht oder nicht rechtzeitig den Abfahrtshafen erreichen kann, weil die Flugreise zum Abfahrthafen wegen extremen Wetterbedingungen und / oder Maßnahmen der Regierung den Flug unmöglich machen, nicht stattfinden konnte, ist dies abweichend von Absatz 3 das Risiko des Reisenden. Voraussetzung ist, dass der Reisende von oder im Namen des Reiseveranstalters vor der Buchung auf dieses Risiko und die Versicherbarkeit davon hingewiesen wurde. Der Reisende ist in diesem Fall die volle Reisesumme, abzüglich der Kosten für die Flugreise verschuldet.
  8. Unter höherer Gewalt werden ungewöhnliche und unvorhersehbare Ereignisse verstanden, die außerhalb der Kontrolle der Personen liegen, die sich darauf beruft und deren Auswirkungen, trotz aller Vorsorgemaßnahmen nicht zu vermeiden waren.

Artikel 16 Hilfe und Unterstützung

  1. a. Der Reiseveranstalter ist abhängig von den Umständen verpflichtet, dem Reisenden Hilfe und Unterstützung zu verleihen, wenn die Reise nicht den Erwartungen, die der Reisende im Rahmen der Vereinbarung vernünftigerweise haben konnte, entspricht. Die dadurch entstandenen Kosten werden von dem Reiseveranstalter getragen, wenn der Mangel bei Erfüllung des Vertrags nach Artikel 15 Absatz 3 ihm zuzuschreiben ist.
  2. Wenn die Ursache auf den Reisenden zurückzuführen ist, ist der Reiseveranstalter zur Hilfeleistung und Unterstützung nur verpflichtet, soweit das vernünftigerweise von ihm verlangt werden kann. Die Kosten werden in diesem Fall dem Reisenden in Rechnung gestellt.
  3. Wenn die Reise nicht den Erwartungen entspricht, die der Reisende vernünftigerweise auf der Grundlage des Vertrags haben konnte, und weder auf den Reisenden noch den Reiseveranstalter zurückzuführen ist, trägt jeder seinen eigenen Schaden. Für den Reiseveranstalter beinhaltet dies u.a. die Bereitstellung von zusätzlichen Arbeitskräften; für den Reisenden betrifft es die zusätzlichen Unterkunfts- und Rückführungskosten. 14

Artikel 17 Ausschluss und Begrenzung der Haftung Reiseveranstalter

  1. a. Im Falle, dass bei einer in der Reise einbegriffenen Dienstleistung im Vertrag, eine Verordnung oder Gesetz zutreffend ist, die einen Ausschluss oder Beschränkung der Haftung dem Dienstleister zuerkennt oder zusteht, ist die Haftung des Reiseveranstalters dementsprechend ausgeschlossen oder beschränkt.
  2. Der Reiseveranstalter haftet nicht, wenn und soweit der Reisende Schadenersatz von einer Versicherung, erhalten kann, wie eine Reise- oder Stornierungsversicherung.
  3. Wenn der Reiseveranstalter gegenüber dem Reisenden für den Verlust des Reisegenusses verantwortlich ist, beträgt die Vergütung höchstens einmal die Reisesumme.
  4. Ungeachtet des in den vorstehenden Absätzen dieses Artikels Bestimmten, beschränkt sich die Haftung des Reiseveranstalters für andere Schäden, als durch Tod oder Verletzung des Reisenden, auf höchstens die dreifache Reisesumme, es sei denn, dass es sich um Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit des Veranstalters handelt. In diesem Fall ist die Haftung unbegrenzt.
  5. Die Ausnahmen in diesem Artikel und / oder Haftungsbeschränkungen des Reiseveranstalters gelten auch für Mitarbeiter der Reiseveranstalter, die Reiseagentur, relevanten Dienstleister und deren Personal, es sei denn, dass ein Vertrag, Verordnung oder ein Gesetz anderes bestimmt.

Artikel 18 Pflichten des Reisenden

  1. Der Reisende ist verpflichtet, alle Anweisungen des Reiseveranstalters zu befolgen, um die ordnungsgemäße Durchführung der Reise zu fördern und ist für Schäden haftbar, die durch sein rechtswidriges Verhalten hervorgerufen wurden, die nach der Norm des Verhaltens eines korrekten Reisenden zu beurteilen sind.
  2. a. Der Reisende, der solche Hindernisse oder störende Schwierigkeiten auslösen kann, dass eine gute Ausführung einer Pauschalreise weitgehend behindert wird oder behindert werden kann, kann durch den Reiseveranstalter von der (Weiter-) Reise ausgeschlossen werden, wenn vom Reiseveranstalter vernünftigerweise nicht erwartet werden kann, dass er den Vertrag einhält.
  3. Alle durch eine Situation wie in Absatz 2a bestimmt resultierenden Kosten sind zulasten des Reisenden, wenn und soweit die Folgen des Hindernisses ihm zugeschrieben werden können. Wenn und soweit die Ursache der Ausgrenzung nicht auf den Reisenden zurückzuführen ist, wird eine Erstattung der Reisesumme oder ein Teil davon gewährt.
  4. Der Reisende ist verpflichtet, jeden Schaden, so weit wie möglich zu beschränken, im Besonderen dadurch, dass er seiner Meldepflicht, wie in Artikel 19 Absatz 1 beschrieben, nachkommt.
  5. Jeder Reisende muss spätestens 24 Stunden vor der angegebenen Abfahrtszeit der Rückreise, sich bei der Reiseleitung oder Agenten vor Ort informieren, wann der genaue Zeitpunkt der Rückreise ist.

Artikel 19 Mangelrüge während der Reise

  1. Ein Versäumnis bei der Umsetzung des Vertrags nach Artikel 15 Absatz 2 muss vor Ort so schnell wie möglich gemeldet werden, sodass nach einer Lösung gesucht werden kann. Daher muss der Reisende sich - in dieser Reihenfolge - an den beteiligten Dienstverleiher, die Reiseleitung, oder wenn diese nicht zur Verfügung steht, an den

15

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Reiseveranstalter wenden. Wird der Mangel nicht aufgehoben und die Qualität der Reise verringert sich, muss das in jedem Fall sofort dem Reiseveranstalter in den Niederlanden gemeldet werden.

  1. Wenn ein Mangel nicht zufriedenstellend gelöst werden kann, sorgt der Reiseveranstalter für eine angemessene Möglichkeit, diese in Form einer Mangelrüge schriftlich in der vorgeschriebenen Weise (Mangelrügebericht) zu erfassen.
  2. Der Reiseveranstalter sorgt für Information in den Reiseunterlagen hinsichtlich des Verfahrens, die Kontaktdaten und die Erreichbarkeit der Beteiligten.
  3. Die Kommunikationskosten werden vom Reiseveranstalter zurückerstattet, es sei denn, dass es keinen guten Grund gibt, dass die Kosten gemacht werden mussten.
  4. Wenn der Reisende sich nicht an die Berichterstattungspflicht und Mangelrügebericht gehalten hat und der Reiseveranstalter daher nicht die Möglichkeit hatte, den Mangel zu beheben, kann der Anspruch auf Entschädigung eingeschränkt oder ausgeschlossen werden.

NACH DER REISE

Artikel 20 Mangelrüge nach der Reise

  1. Wenn ein Mangel nicht zufriedenstellend gelöst wurde, muss dieser innerhalb eines Monats nach Beendigung der Reise (oder empfangenen Service) oder nach dem ursprünglichen Abreisedatum, wenn die Reise nicht stattgefunden hat, schriftlich und motiviert bei Reiseveranstalter oder Reiseagentur eingereicht werden. Der Reisende muss eine Kopie des Mangelrügeberichts hinzufügen.
  2. Wenn der Mangel den Abschluss des Vertrags betrifft, muss dieser innerhalb eines Monats nachdem der Reisende Sie zur Kenntnis genommen hat, bei der Agentur eingereicht werden.
  3. Wenn der Reisende den Mangel nicht rechtzeitig einreicht, wird diese durch den Reiseveranstalter nicht in Behandlung genommen, es sei denn, dass den Reisenden vernünftigerweise keinen Vorwurf trifft. Der Reiseveranstalter wird den Reisenden hierüber schriftlich oder auf elektronischem Weg informieren.
  4. Der Reiseveranstalter wird innerhalb eines Monats nach Eingang der Mangelrüge schriftlich eine inhaltliche Antwort geben.

Artikel 21 Streitigkeiten

  1. a. Sofern eine Beschwerde nicht rechtzeitig zufriedenstellend bearbeitet wurde oder in diesem Zusammenhang kein Ausgleich stattgefunden hat, kann der Reisende eine Beschwerde, innerhalb von höchstens12 Monaten nach Einreichungsdatum der Beschwerde beim Reiseveranstalter oder der Reiseagentur gemäß Art. 20 Absatz 1, der Geschillencommissie Reizen (Schiedskommission Reisen), Postfach 90600, NL 2509 LP Den Haag, vorlegen (www.degeschillencommissie.nl). Die Schiedskommission behandelt ausschließlich Beschwerden von Privatpersonen, die nicht berufs- oder betriebsmäßig handeln. b. Die Schiedskommission trifft eine Entscheidung nach den, in den einschlägigen Vorschriften festgelegten, Bedingungen. Die Stellungnahme der Schiedskommission ist für die Parteien bindend. Für die Abhandlung eines Rechtsstreits ist eine Gebühr verschuldet.

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  1. a. Das niederländische Recht gilt für die Anwendung des Vertrags, der auf der Grundlage dieser Reisebedingungen geschlossen, geändert oder ergänzt wurde, außer wenn durch zwingende Vorschriften andere Rechtsnormen gelten.
  2. Der Reisende, der die in dem oben stehenden Absatz erwähnte bindende

Stellungnahme der Schiedskommission nicht in Anspruch nehmen möchte, hat das

Recht, sich an das zuständige Gericht zu wenden.

Nur ein niederländisches Gericht ist ausschließlich bei derartigen Streitsachen befugt, es sei denn, ein anderes Gericht ist unter zwingenden Vorschriften zuständig. c. Alle Ansprüche verjähren nach einem Jahr nach dem Ende der Reise (oder, wenn die Reise nicht stattgefunden hat, ein Jahr nach dem ursprünglichen Abreisedatum). Forderungen in Bezug auf Personenschäden verjähren nach einem Jahr nach dem Ende der Reise (oder wenn die Reise nicht stattgefunden hat, ein Jahr nach dem ursprünglichen Abreisedatum). Die Parteien sind an die in diesem Absatz genannten Fristen gebunden, es sei denn, das die Maßstäbe der Angemessenheit und Billigkeit inakzeptabel sind, sodass der Reiseveranstalter sich auf diese Termine berufen muss.

Artikel 22 Einhaltungsgarantie

  1. ANVR garantiert die Erfüllung der verbindlichen Stellungnahme der Geschillencommissie Reizen für die Mitglieder, sofern das Mitglied die verbindliche Stellungnahme innerhalb von zwei Monaten nach Versenden zur Aufhebung dem Richter vorlegt hat. Diese Garantie ist erneut gültig, wenn die verbindliche Stellungnahme nach Prüfung durch den Richter aufrechterhalten wird und das Urteil aus dieser hervorgeht.
  2. Pro bindende Stellungnahme ist die Garantie von ANVR auf 10.000 € begrenzt. Die ANVR stellt diese Garantie unter den Bedingungen aus, dass der Reisende, der sich darauf beruft, seinen Anspruch aufgrund der bindenden Stellungnahme bis maximal des auszuzahlenden Betrags überträgt (kreditiert) zugleich mit den Honorierungen seiner Berufung der Einhaltung der Garantie. Des Weiteren ist ANVR verpflichtet sicherzustellen, dass die Mitglieder der verbindlichen Stellungnahme nachkommen. Diese Verpflichtung bedeutet, dass dem Reisenden angeboten wird, seinen Anspruch zum größten Teil auf ANVR zu übertragen und dass der ANVR im eigenen Namen und Kosten die Zahlung davon, zurecht dem Reisenden anbietet, die außergerichtlichen Inkassoverfahren im Namen des ANVR durchführen wird, mit dem einen oder anderen nach Wahl des ANVR.
  3. Die ANVR bietet keine Einhaltung der Garantie, wenn die Streitigkeit nicht der Schiedskommission Reisen behandelt wurde und eine endgültige Stellungnahme stattgefunden hat, bei den folgenden Situationen: - dem Mitglied wurde Zahlungsaufschub gewährt oder - das Mitglied ist in Konkurs gegangen. - Die Geschäftsaktivitäten des Mitglieds wurden tatsächlich beendet. Maßgeblich für den letzteren Fall ist das Datum, an dem die Beendung des Betriebs in das Handelsregister eingetragen wurde oder ein früherer Zeitpunkt, wovon der ANVR nachweisen kann, dass die Betriebsaktivitäten tatsächlich beendet sind.
  4. Für die Zwecke der Leistungsgarantie wird verlangt, dass der Reisende diese schriftlich beim ANVR anfordert (www.anvr.nl).

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B: ANVR-BUCHUNGSBEDINGUNGEN 2015/2016

Für den Einführungstext hinsichtlich der ANVR Konsumentenbedingungen (Reise- und Buchungsbedingungen), in denen das Zustandekommen, der Zeitpunkt der Gültigkeit und die folgenden ANVR Buchungsbedingungen aufgeführt wurden, wird auf die betreffende Einführung oder die ANVR Konsumentenbedingungen auf Seite 1 dieser Broschüre hingewiesen.

INHALT

Artikel 1 Einleitende Bestimmungen

Artikel 2 Der Auftrag im Allgemeinen

Artikel 3 Der Buchungsauftrag

Artikel 4 Zahlung

Artikel 5 Haftung

Artikel 6 Dokumente

Artikel 7 Zinsen und Inkassokosten

Artikel 8 Mangelrüge

Artikel 9 Streitigkeiten

Artikel 10 Einhaltungsgarantie

Artikel 1 Einleitende Bestimmungen

  1. In den nachfolgenden ANVR Buchungsbedingungen wird verstanden unter:

Reiseagent: Reiseagentur oder Reisebüro ist Derjenige, der im Rahmen der Ausführung seines Betriebs berät, informiert und vermittelt bei Abschluss der Verträge in Bezug auf Reisen.

Dienstleister: Der Transporteur, Unterkunftsvermieter, Reiseveranstalter und / oder andere

Dienstleister im Bereich der Reisen, im weitesten Sinne des Wortes, mit

denen der Reisende einen Vertrag schließt und in Übereinstimmung mit den

geltenden Bedingungen, für die Ausführung der betreffenden Dienstleistung

verantwortlich ist.

Reisende: a. Der Auftraggeber (Anmelder) oder b. Die Person, für die die Leistungen durch den Reiseagenten erbracht

werden und der die Bedingungen anerkannt hat.

Auftrag: Der Vertrag zwischen dem Reisenden und der Reiseagentur, wobei sich die

Reiseagentur gegenüber dem Reisende verpflichtet, Dienste auf dem Gebiet

der Reisen im weitesten Sinne des Wortes zu verleihen.

Arbeitstage: Montag bis Freitag von 9.00 bis 17.30 Uhr und Samstag von 10.00 bis 16.00 Uhr, außer an den gesetzlich anerkannten Feiertagen, es sei denn, dass der Reiseagent ausdrücklich anzeigt, dass für ihn andere Öffnungszeiten gelten.

  1. Die ANVR Reiseagentur (oder das Reisebüro) ist ein Dienstleister im Bereich der Reisen. Er kann informieren, beraten und Buchungen durchführen. Die Reiseagentur verleiht diese Dienste im Auftrag des Reisenden. Die ANVR-Buchungsbedingungen gelten für alle Dienstleistungen der Reiseagentur. Hierzu bestehen einige Ausnahmen.
  2. Wenn der Reisende eine Reise von einem ANVR-Reiseveranstalter bucht, wofür die ANVR-Reisebedingungen gelten, dann gelten diese ANVR-Reisebedingungen für den gesamten Prozess, von der Beratung bis zur Umsetzung der Pauschalreise. Wenn die Reiseagentur selbst im eigenen Namen Reisen organisiert, oder die Reisen bei einem Reiseveranstalter kauft, der nicht in den Niederlanden ansässig ist, wird er als Reiseveranstalter angesehen. Auch für diese Reisen sind die ANVR-Reisebedingungen anwendbar.

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  1. Die Reiseagentur kann eine Reservierung für den Reisenden vornehmen. Er schließt den Vertrag zwischen dem Reisenden und den durch den Reisenden gewählten Dienstleister ab. Die Reiseagentur ist selbst keine Partei des endgültigen Vertrags. Sie kann beispielsweise Buchungen für Flugtickets, Zugfahrkarten, Theaterkarten und Hotelzimmer und Versicherung für den Reisenden buchen und abschließen.
  2. Der Reisende hat bezüglich der vom Reisebüro in seinem Auftrag getätigten Reservierungen, auf welche diese ANVR Buchungsbedingungen Anwendung finden, kein Widerrufsrecht.
  3. Die Reiseagentur haftet nicht für die ordnungsgemäße Erbringung der Leistungen, der durch sie gebuchten Dienste. Dafür gelten die Lieferungsbedingungen der betroffenen Dienstverleiher, wie zum Beispiel Fluggesellschaft oder Hotelier. Der Reiseagent ist selbstverständlich für die ordnungsgemäße Erfüllung der von ihm erbrachten Dienstleistungen verantwortlich, wie die richtige Beratung und sachgemäße Handhabung der Buchung.
  4. Der Reiseagent kann, sofern der Kunde im Voraus informiert wurde, für die Erbringung seiner Dienstleistungen eine Vergütung berechnen.

Artikel 2 Der Auftrag im Allgemeinen

  1. Der Inhalt des Vertrages kann unter anderem aus der Beratung und dem Informieren des Reisenden sowie auch zum Vorteil des Reisenden, wenn möglich, der Buchung, der von ihm gewünschten Dienstleistungen bestehen.
  2. Der Auftraggeber ist dem Reiseagenten und Dienstleister nach der Erteilung des Auftrags verpflichtet, unabhängig davon, ob eine Bestätigung direkt ausgehändigt wurde oder nicht.
  3. Die (Auftrags-) Bestätigung kann in der Regel direkt an den Auftraggeber ausgehändigt werden, wobei diese Bestätigung ein Beweis für den in der Bestätigung umbeschrieben Inhalts des Vertrags ist.
  4. Für den Fall, dass die Auftragsbestätigung nicht unverzüglich ausgehändigt werden kann und durch die Reiseagentur nachgeschickt werden muss, kann der Auftraggeber innerhalb von zwei Arbeitstagen nach Eingang reklamieren. Wenn keine Beanstandung erfolgt, gilt die Bestätigung als Beweis für die Existenz des Vertrags und dessen Inhalt. All das hat keinen Einfluss auf die Möglichkeit des Auftraggebers, das Gegenteil zu beweisen.
  5. Bei einer Online-Buchung richtet der Reiseveranstalter die Buchungsvorgänge so ein, dass der Reisende vor der Buchung darauf hingewiesen wird, dass er einen Vertrag abschließt. Durch die Bestätigung der Buchung durch den Reiseagenten ist der Reisende an den Vertrag gebunden.
  6. Der Auftraggeber haftet sowohl gegenüber der Reiseagentur als auch dem Dienstleister für die Verpflichtungen, die aus dem Vertrag hervorgehen. Die anderen Reisenden haften für ihren Anteil an dem Auftrag.

Artikel 3 Der Buchungsauftrag

  1. Informationspflicht Auftraggeber

Der Auftraggeber wird vor dem Abschluss des Vertrags und der Umsetzung davon die erforderlichen Daten in Bezug auf sich selbst und die (möglichen) anderen Reisenden der 19

Reiseagentur zur Verfügung stellen. Dazu gehören, wenn verfügbar, seine Mobiltelefonnummer und E-Mail-Adresse. Die wichtigste Informationen über sich selbst und die der von ihm angemeldeten Reisenden in Bezug auf die physische und / oder psychische Situation, andere relevante - auch medizinische - Aspekte sowie Informationen in Bezug auf eine eingeschränkte Beweglichkeit und die Notwendigkeit zur Begleitung von Minderjährigen und / oder behinderten Reisenden, schwangeren Frauen, Kranken und anderen Mitreisenden zur Verfügung gestellt werden.

Wenn der Auftraggeber nicht alle notwendigen Informationen mitteilt, sind die sich daraus ergebenden negativen finanziellen Auswirkungen zu seinen Lasten.

  1. Preisänderungen

Die Preise der gebuchten Dienstleistungen können in Übereinstimmung mit den Bedingungen des Dienstleisters geändert werden. Diese Änderungen werden so schnell wie möglich mitgeteilt und weiterberechnet.

  1. Stornierungen / Änderungen durch den Auftraggeber

Alle Stornierungen von oder Änderungen an dem erteilten Auftrag können nur an Arbeitstagen und nur auf Antrag des Auftraggebers stattfinden. Wenn eine Kündigung auf Verlangen des Auftraggebers oder Stornierung stattfindet oder Änderungen bei bestehenden Buchungen vorgenommen, werden Kosten in Rechnung gestellt. Das können neben der durch den Dienstleister in Rechnung gestellten Stornierungs- oder Änderungskosten, auch die Kosten der Reiseagentur sein, die ihr für die Abhandlung der Aufhebung oder Änderung entstanden sind.

  1. Alle Mitteilungen der Reiseagentur oder Dienstleister werden ausschließlich an den Auftraggeber gerichtet.

Artikel 4 Zahlungen

  1. Die verschuldeten Beträge sind innerhalb der vom Reiseagenten festgelegten Frist zu zahlen. Die Reiseagentur ist berechtigt, wenn nötig im Namen und im Auftrag des betreffenden Dienstleisters, die verschuldeten Beträge abzubuchen.
  2. Die Reiseagentur kann bei Vertragsabschluss eine Anzahlung verlangen, die in keinem Fall höher ist als die in den Bedingungen des (möglicherweise) beteiligten Dienstleister (n) stehen.
  3. Die restliche Reisesumme muss äußerlich an dem in der Bestätigung genannten Datum beim Reisagenten eingegangen sein. Bei Abweichungen zwischen Bestätigung und Rechnung gilt die Bestätigung.
  4. Wenn die (An-)Zahlung nicht rechtzeitig oder nicht geschieht, sendet die Reiseagentur nach Ablauf dieses Datums eine kostenlose Zahlungserinnerung und gibt dem Reisenden die Möglichkeit, innerhalb von vierzehn Tagen nach Erhalt der Zahlungserinnerung den ausstehenden Betrag noch zu bezahlen. Erfolgt die Zahlung auch dann nicht, ist der Reisende in Verzug und der Vertrag wird unwirksam, es sei denn, dass die Bedingungen des eventuell betroffenen Dienstleisters es anders vorschreiben. Die Reiseagentur hat das Recht, die mit der Stornierung verbunden Kosten in Rechnung zu stellen oder mit der empfangenen Anzahlung zu verrechnen.
  5. Jegliche Rückerstattungen erfolgt ausschließlich an den Auftraggeber.

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Artikel 5 Haftung

  1. Die Reiseagentur wird bei ihrer Arbeit die Verpflichtungen eines guten Auftragnehmers in Acht nehmen.
  2. Die Reiseagentur übernimmt keine Haftung für Handlungen und / oder Unterlassungen der betroffenen Dienstleister im Sinne von Artikel 1 Absatz 1, sowie für die Richtigkeit der durch den Dienstleister zur Verfügung gestellten Informationen. Der Reiseagent ist nicht für die Fotos, Broschüren, Anzeigen, Websites und anderen Medien verantwortlich, wenn diese von Dritten erstellt oder veröffentlicht wurden.
  3. Soweit die Reiseagentur selbst verantwortlich ist und unzureichend handelt und der Reisende dadurch Schaden erleidet (einschließlich Schäden aus entgangenem Reisegenuss), ist die Haftung der Reiseagentur auf die Summe, die von der Agentur in Rechnung gestellt wurde, beschränkt.
  4. Die Haftung für Schäden, wogegen der Reisende sich versichern kann (zum Beispiel durch den Abschluss einer Reise- und / oder Reiserücktritts- oder Krankenversicherung) sowie für Schäden, die der Reisende im Zusammenhang mit der Ausübung eines Berufes oder Unternehmens erleidet (einschließlich des Schadens, der durch versäumte Anschlüsse oder nicht rechtzeitig am Bestimmungsort ankommen, entstanden sind) werden ausgeschlossen.
  5. Die Reiseagentur haftet nicht für Versprechungen, die von ihrem Personal und / oder Dritten gemacht werden, wobei auf erkennbare Weise von diesen Bedingungen oder den Bedingungen des Verantwortlichen Dienstleister abgewichen wurde, es sei denn, diese Zusagen wurden in schriftlicher Form bestätigt.
  6. Die in diesem Artikel enthaltenen Ausnahmen und Haftungsbeschränkungen gelten auch für die Mitarbeiter der Reiseagentur.

Artikel 6 Dokumente

  1. Spätestens bei Vertragsabschluss müssen durch die oder im Namen der Reiseagentur allgemeine auf die niederländische Nationalität abgestimmte Informationen über Pässe, Visa und gesundheitliche Formalitäten dem Reisenden zur Verfügung gestellt werden.
  2. Der Reisende ist für den Erhalt aller erforderlichen zusätzlichen Informationen bei den Behörden und auch dafür in der Zeit bis zur Abfahrt zu prüfen, ob die zuvor erhaltenen Informationen sich nicht geändert haben, verantwortlich.
  3. Der Reisende ist dafür verantwortlich, dass er die erforderlichen Dokumente bei sich hat, einschließlich eines gültigen Reisepasses oder, wo zulässig, einen Personalausweis und alle erforderlichen Visa, Nachweis der Impfungen, Führerschein und Grüne Karte.
  4. Wenn der Reisende die Reise nicht (vollständig) aufgrund des Fehlens eines (gültigen) Dokuments machen kann, ist dieses und alle daraus resultierenden Folgen zu seinen Lasten, es sei denn, die Reiseagentur hat sich verpflichtet, das Dokument zu beschaffen und der Mangel ihr angerechnet werden kann oder wenn die Reiseagentur seiner Informationspflicht gemäß Artikel 2 Absatz 1 nicht nachgekommen ist.
  5. Durch oder über die Reiseagentur können dem Reisenden Informationen über die Möglichkeit des Abschlusses einer Reiserücktrittsversicherung und Reiseversicherung zur Verfügung gestellt werden.

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Artikel 7 Zinsen und Inkassokosten

  1. Der Reisende, der eine finanzielle Verpflichtung gegenüber der Reiseagentur nicht erfüllt hat, ist über den ausstehenden Betrag gesetzliche Zinsen verschuldet, es sei denn, dass von dem betreffenden Dienstleister ein höherer Zinssatz vorgeschrieben ist.
  2. Darüber hinaus ist der Reisende auch verpflichtet, die durch die Reiseagentur gemachten Inkassokosten zu zahlen. Diese Beträge sind maximal 15% der Reisesumme bis zu € 2.500,00; 10% auf die nächsten 2.500,00 € und 5% über die nächsten 5.000,00 € mit einem Minimum von 40,00 €. Die Reiseagentur kann zum Vorteil des Reisenden von den genannten Beträgen und Prozentangaben abweichen.

Artikel 8 Mangelrüge

  1. Beschwerden über eine durch die Reiseagentur gemachte Buchung und / oder Beratung und Information müssen innerhalb eines Monats nach der Kenntnisnahme von dem Reisenden mit dem Sachverhalt, der sich auf die Beschwerde bezieht bei der Reiseagentur eingereicht werden.
  2. Das Reisebüro wird innerhalb eines Monats nach Eingang der Beschwerde schriftlich eine inhaltliche Antwort erteilen.

Artikel 9 Streitigkeiten 1. a. Sofern eine Beschwerde nicht rechtzeitig zufriedenstellend bearbeitet wurde oder in

diesem Zusammenhang kein Ausgleich stattgefunden hat, kann der Reisende seine

Beschwerde, innerhalb von höchstens12 Monaten nach Einreichungsdatum der

Beschwerde bei der Reiseagentur gemäß Art. 8 Absatz 1, der Geschillencommissie

Reizen (Schiedskommission Reisen), Postfach 90600, NL 2509 LP Den Haag, vorlegen (www.degeschillencommissie.nl). Die Schiedskommission behandelt ausschließlich Beschwerden von

Privatpersonen, die nicht berufs- oder betriebsmäßig handeln.

  1. Die Schiedskommission trifft eine Entscheidung nach den in den einschlägigen Vorschriften festgelegten Bedingungen. Das Verfahren der Schiedskommission geschieht auf dem Weg einer bindenden Stellungnahme für die Parteien. Für die Abhandlung eines Rechtsstreits ist eine Gebühr verschuldet.
  2. a. Niederländisches Recht gilt für die Anwendung des Vertrags, der auf der Grundlage dieser Buchungsbedingungen abgeschlossen, geändert oder ergänzt wurde, außer wenn durch zwingende Vorschriften andere Rechtsnormen gelten. b. Der Reisende, der die in dem oben stehenden Absatz erwähnten bindenden Stellungnahme der Schiedskommission nicht in Anspruch nehmen möchte, hat das Recht, sich an das zuständige Gericht zu wenden. Nur ein niederländisches Gericht ist ausschließlich bei derartigen Streitsachen befugt, es sei denn, ein anderes Gericht ist unter zwingenden Vorschriften zuständig. c. Alle Ansprüche verjähren nach einem Jahr nach dem Ende der Reise (oder, wenn die Reise nicht stattgefunden hat, ein Jahr nach dem ursprünglichen Abreisedatum). Forderungen in Bezug auf Personenschäden verjähren nach einem Jahr nach Ablauf der gebuchten Dienstleistung (en) (oder, wenn die Reise nicht stattgefunden hat, ein Jahr nach dem ursprünglichen Abreisedatum). Parteien sind an in diesem Absatz genannten Fristen gebunden, es sei denn, dass nach Maßstäben der Angemessenheit und Fairness inakzeptabel ist, dass die Reiseagentur sich auf diese Termine beruft. 22

Artikel 10 Einhaltungsgarantie

  1. ANVR garantiert die Erfüllung der verbindlichen Stellungnahme der Geschillencommissie Reizen (Schiedskommission Reisen) durch ihre Mitglieder, es sei denn, dass das Mitglied die verbindliche Stellungnahme innerhalb von zwei Monaten nach Versenden zur Aufhebung dem Richter vorlegt hat. Diese Garantie ist erneut gültig, wenn die verbindliche Stellungnahme nach Prüfung durch den Richter aufrechterhalten wird und das Urteil, aus dieser hervorgeht.
  2. Pro bindender Stellungnahme ist die Garantie von ANVR auf 10.000 € begrenzt. ANVR stellt diese Garantie unter den Bedingungen aus, dass der Reisende, der sich darauf beruft, seinen Anspruch aufgrund der bindenden Stellungnahme bis maximal des auszuzahlenden Betrags überträgt (kreditiert) zugleich mit den Honorierungen seiner Berufung der Einhaltung der Garantie. Des Weiteren ist ANVR verpflichtet sicherzustellen, dass die Mitglieder der verbindlichen Stellungnahme nachkommen. Diese Verpflichtung bedeutet, dass dem Reisenden angeboten wird, seinen Anspruch zum größten Teil auf ANVR zu übertragen und dass der ANVR im eigenen Namen und Kosten die Zahlung davon, dem Reisenden anbietet, die außergerichtlichen Inkassoverfahren im Namen des ANVRs durchzuführen, mit dem einen oder anderen nach Wahl des ANVR.
  3. Die ANVR bietet keine Einhaltung der Garantie, wenn die Streitigkeit nicht bei der

Schiedskommission Reisen behandelt wurde und eine endgültige Stellungnahme stattgefunden hat, bei den folgenden Situationen: - dem Mitglied wurde Zahlungsaufschub gewährt oder - das Mitglied ist in Konkurs gegangen. - Die Geschäftsaktivitäten des Mitglieds wurden tatsächlich beendet. Maßgeblich für den letzteren Fall ist das Datum, an dem die Beendung des Betriebs in das Handelsregister eingetragen wurde oder ein früherer Zeitpunkt, wovon der ANVR nachweisen kann, dass die Betriebsaktivitäten tatsächlich beendet sind.

  1. Für die Zwecke der Leistungsgarantie wird verlangt, dass der Reisende sich schriftlich beim ANVR darauf beruft. (www.anvr.nl).

Baarn, Oktober 2015

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